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Alternativen zu DEUKOM - Deutsche TV-Programme im südlichen Afrika

Wer in Südafrika oder Namibia deutsche Fernsehsender schauen möchte wird sehr bald auf den Anbieter DEUKOM, mit Firmensitz in Somerset West, Südafrika stoßen. Das Angebot reicht von acht TV-Programmen (EuroNews, RTL, SAT1, ARD, ZDF, Pro7, 3sat, Deutsche Welle) bis hin zu drei Radio-Programmen (DW, Bayern1 und Bayern3).

Aufgrund der Übertragungswege über Satellit und der damit verbundenen Kosten ist DEUKOM aktuell der einzige Anbieter. Entsprechend ist die Kostenstruktur und die Übertragungsqualität stark verbesserungsfähig und schreckt viele potentielle Kunden ab.

Im Detail:
Monatliche Kosten (Anfang 2013) belaufen sich auf R 549 pro Monat, wobei der Vertrag eine Laufzeit von 12 Monaten hat und zwischenzeitlich nicht gekündigt werden kann. Die Qualität der übertragenen Sendungen ist im Normalformat angesiedelt, TV-Programme in HD-Qualität werden derzeit nicht angeboten.

Grundlage für diesen Übertragungsweg ist das private DSTV-Satellitenfernsehen, vergleichbar mit Sky in Deutschland.
Die günstigste Variante ist hier aktuell das Programmpaket DSTV-lite für R 99 pro Monat, wofür der Kunde einen entsprechenden Decoder mit zugehöriger SMART-Card käuflich erwerben muss.

Der billigste Standard-Decoder von DSTV kostet R 599, bietet jedoch keine gute Übertragungsqualität und keine weiteren Funktionen wie die Aufzeichnung und Speicherung von Sendungen.

Alternativ kann der PVR für R 1.499 genutzt werden, mit dem die Aufzeichnung der Fernsehsendungen möglich ist.
Hierzu ist jedoch wiederum ein Zusatzservice von DSTV erforderlich. Kosten R 65 pro Monat und als Basispaket DSTV-Select für R 166.

In Summe kommt man also in der günstigsten Variante auf einen stolzen Betrag von mindestens R 648 pro Monat bzw. mit etwas mehr Komfort und Bildqualität auf R 780 pro Monat.

Zwischenfazit:
Fehlender Wettbewerb wird an dieser Kostensituation wohl auch in Zukunft wenig ändern. Im Gegenteil. Aufgrund des derzeit schwächeren Umrechnungskurses EUR-ZAR ist mit weiteren Preissteigerungen in naher Zukunft zu rechnen.


Alternativen:
Die einzige weitere Möglichkeit deutsche Fernsehsender zu empfangen stellt momentan das Internet dar.

Als Beispiel sei hier der Online-Videorekorder Bong.tv aufgeführt. Für knapp 6,- Euro im Monat hat man hier Zugriff auf 20 Fernsehstationen und kann die gewünschten Sendungen zur Aufzeichnung vorprogrammieren.
Andere Anbieter sind in diesem Marktsegment ebenfalls aktiv.

Eine weitere hilfreiche Funktion ist der Sendungsfinder, d.h. man kann eigene Favoriten festlegen und wird per E-Mail über anstehende Sendungen im Vorfeld informiert.

Die aufgezeichnete Sendung steht ca. 30 - 45 Minuten nach Übertragungsende als Download zur Verfügung.
Als Option kann der Download in Normalqualität (NQ 320x240) und sofern verfügbar auch in Hoher Qualität (HQ 720x576, H.264 mit einer Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde) vorgenommen werden.


Die Aufzeichnungen sind sehr großzügig geschnitten, dass vor Beginn der eigentlichen Sendung ca. 5 Minuten Vorlauf und im Anschluss weitere 15 Minuten in den von Bong.tv zur Verfügung gestellten mp4-Dateien enthalten sind. Das ist bei einer Sendung, die an sich nur fünf Minuten dauert, nicht sinnvoll.

Hier die Dateigrößen unserer Tests:

heute-Sendung im ZDF, Dauer 5 min.
Dateigröße NQ: 85 MB
Dateigröße HQ: 282 MB
Tatsächlich wären ca. 17 MB bzw. 57 MB ausreichend gewesen.

Vorabend-Krimiserie in der ARD, Dauer 55 min.
Dateigröße NQ: 254 MB
Dateigröße HQ: 849 MB
Auch hier sind die insgesamt 20 min. im Vor- und Nachspann unnötig zu übertragen.

Bei Normalqualität NQ werden somit bei jeder Sendung 68 MB Daten ohne Relevanz für den Zuschauer übertragen, bei HQ sogar 225 MB. Insofern ist die Suche nach alternativen Angeboten unter diesem Gesichtspunkt durchaus lohnenswert.

Auf kleineren TV-Bildschirmen (32") könnte die Normal Qualität ausreichend sein. Für größere Bildschirme 40" und mehr ist jedoch die HQ-Variante definitiv vorzuziehen um ein dem DEUKOM-Angebot vergleichbare Bildqualität zu erreichen.


Getestet wurden die aufgezeichneten Sendungen in beiden angebotenen Formaten.
Diese wurden auf einem Laptop mit einer Grafikkarte (ATI Radeon HD4330 Hyper Memory, 2 GB Grafik-RAM) gespeichert und mittels VGA-Anschluss mit einem 46" TV-Gerät verbunden.
Leistungsverluste können an dieser Stelle durch die Verwendung eines HDMI-Kabels weiter reduziert werden.

Unterschiede wurden bei unseren Tests auch bei der Verwendung des Media-Players festgestellt.
Der Windows Media Player trat gegen den SM Player (Version 0.8.3) an, wobei letzterer subjektiv eine bessere Bildqualität auf den Bildschirm gebracht hat.
Ein leichtes Ruckeln der Bilder war generell zu verzeichnen, was jedoch durch den Einsatz eines aktuellen Desktop-PC mit optimierter Datendurchsatzrate abzustellen sein sollte.

Einen leistungsfähigen PC mit passender Grafikkarte als Datenquelle vorausgesetzt kann man also mit dieser Variante des Fernsehempfangs durchaus brauchbare Ergebnisse erzielen.
 
Eine 'uncapped' Internetverbindung mit einer Mindestbandbreite von 1.024 kB/s ist auf jeden Fall sinnvoll. Dies entspricht einer Flatrate mit unbegrenztem Downloadvolumen.
Allerdings haben einige Anbieter in Südafrika eine sogenannte 'FUP - Fair Use Policy' in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen, wonach das eigene Downloadvolumen nicht signifikant über den Durchschnittswert aller User in dem entsprechenden Verbindungspaket liegen darf.

Weitere Online TV-Anbieter bieten auch 'Streaming-Services' an, so dass man quasi online die entsprechende Sendung ansehen kann.  Hierzu sollte man jedoch eine Bandbreite von mindestens 4.096 kB/s voraussetzen.
Auf diese Weise kann man natürlich auch die Mediathek des ZDF und anderer Fernsehsender als Datenquelle nutzen, so dass ein Online-Videorekorder wie der hier getestete von Bong.tv nicht zwingend erforderlich ist.


Fazit:
Für den Personenkreis, der das deutsche Fernsehprogramm im südlichen Afrika selten nutzt ist das derzeitige Angebot von DEUKOM sicher eine recht kostspielige Angelegenheit. Auch die abgespeckten Pakete für Gästehäuser sind bei den zu tätigenden Investitionen in die Hardware und bei den laufenden Kosten wenig attraktiv.

Die Alternative sich ausgewählte TV-Sendungen über das Internet auf einen lokalen PC zu laden ist für TV-Zuschauer, die das Angebot selten nutzen und auf eine leistungsfähige und zuverlässige Internetverbindung zurückgreifen können, durchaus sinnvoll.  Auf die weiter oben beschriebene Weise entsteht mit der Zeit eine eigene 'Mediathek‘.
Diese Lösung könnte dann wiederum Gästehausbetreiber interessieren, die somit ihren deutschsprachigen Gästen eine Art hauseigenen Videorekorder zur Verfügung stellen können.

Wer im Extremfall die Gesamtkosten für DSTV und DEUKOM in Höhe von monatlich R 780 in eine leistungsstarke 'uncapped' Internetverbindung investiert und ein wenig Technikaffin ist, kann mit dieser Lösung eine größere Programmanzahl nutzen und zum Anderen sich eine eigene Video-Mediathek für den Hausgebrauch zusammenstellen.

 

Quellen:

Online Videorecorder: www.Bong.tv

DSTV: www.DSTV.co.za

DEUKOM: www.DEUKOM.co.za

 

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